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Das Ziel des Release Management ist die erfolgreiche Planung und Steuerung der Hard- und Software Installationen
Um die Ausfallzeiten und Risiken bei Hardware- und/oder Software-Änderungen zu minimieren, werden diese Änderungsmassnahmen gebündelt. Der Begriff "Release" bezeichnet dabei einen oder mehrere autorisierte Änderungsmassnahme an IT Services. Abhängigkeiten zwischen einer bestimmten Software Version und der dazu erforderlichen Hardware bestimmen die Bündelung von Software- und Hardware-Changes die zusammen mit anderen funktionalen Anforderungen einen neuen Release bilden.
Release Management stellt die erfolgreiche Planung und Steuerung von Hardware und Software Installationen sicher. Der Fokus liegt auf dem Schutz der produktiven Umgebung und ihrer Services durch den Einsatz formeller Verfahren und Checks.
Das Release Management ist auf der Basis der Configuration Management Datenbank vorzunehmen, damit die Aktualität der IT Infrastruktur sichergestellt werden kann
- Festlegen der Release Policy
- Definieren und Umsetzen des Releases
- Release Tests und Abnahmen
- Planen und Durchführen Rollout
- Informieren und Trainieren vor der Auslieferung
- Installieren neuer oder geänderter Hardware
- Lagern der freigegebenen Hardware in der Definitive Hardware Store (DHS)
- Freigeben, verteilen und installieren der Software
- Speichern der freigegebenen Software in der Definitiven Software Library
Es werden folgende Release Arten unterschieden:
Full Release: alle Komponenten des Release werden zusammen entwickelt, getestet, verteilt und implementiert
Delta Release: nur diejenigen Komponenten (CI's), die seit dem letzten Release geändert wurden, sind darin enthalten
Package Release: einzelne, von einander unabhängige Releases, sowohl Full Releases als auch Delta Releases, werden zu einem Paket für die Freigabe geschnürt.
Notfall Release: ... sind bei schweren oder hoch priorisierten Problemlösungen erforderlich. Sie sollten sehr sparsam verwendet werden, da sie den normalen Release-Zyklus unterbrechen und äusserst fehleranfällig sind
DHS Definitiver Hardware Store; Getrennt von der produktiven Umgebung, wird zentral oder dezentral, geprüfte und freigegebene Hardware sicher gelagert. Diese Ersatzkomponenten und Baugruppen werden auf dem gleichen Stand wie die Systeme der produktiven Umgebung gehalten. DSL Definitive Software Library: In der DSL, als eigenständigem Teil der CMDB, werden die Inhalte der Software Releases dokumentiert und die aktuellen genehmigten Software Versionen gesichert aufbewahrt. Sicherungen werden immer ausser Haus gelagert. Ausserdem enthält die DSL den Nachweis über den Status aller verwendeter Software
Release Policy
- Die Release Policy definiert den Level der IT Infrastruktur, welcher durch definierbare Releases kontrolliert werden soll
- Definiert die Namenskonventionen und das Nummerierungssystem
- Macht die Abgrenzung zwischen Major- und Minor-Releases.
- Zusätzlich werden die Bestimmungen für einen Notfall-Release festgelegt
- Die Wartungszeiten für Non-Businesskritische Zeiten werden definiert; An diesen Zeiten dürfen Releases installiert werden
- Die Policy ist auch der Leitfaden zur Erstellung der Release Dokumentation (Release Notes)
- Es wird festgelegt, ob ein Rollback-Verfahren vorhanden sein muss; wie die Qualität des Releases sichergestellt wird (Review Meetings; Impact Analysen etc.)
- In der Release Policy werden die vereinbarten Rollen und Verantwortlichkeiten definiert
- Anforderungen an die Software, damit diese in die DSL aufgenommen werden kann
Release Plan
Die Release Planung umfasst:
- Definieren des Release Inhaltes
- Abstimmen der Rollen und Verantwortlichkeiten
- Abstimmen der Phasen (Zeiten, Standorte, Geschäftsbereiche und Kunden)
- Erstellen eines Release Zeitplans
- Planen des Ressourcen Einsatzes (inkl. Überzeitplanung)
- Erstellen der Sicherungspläne (Rollback)
- Entwickeln des Qualitätsplans für den Release
In Verbindung mit Configuration Management, Change Management und den durchzuführenden operativen Tests ergibt sich folgender Nutzen:
- Senkung der Fehlerquote bei freigegebener Software und Hardware
- Minimierung von Serviceunterbrüchen durch Synchronisation der Releases mittels Bündelung von Software und Hardware Komponenten
- Sicherstellung, dass die produktive Hardware und Software von guter (oder bekannter) Qualität ist
- stabile Test- und Produktions-Umgebungen
- Bessere Nutzung der Anwender Ressourcen durch kombinierten Aufwand beim Testen neuer Releases
- saubere Überwachung und Schutz von Hardware und Software, von der die Organisation stark abhängig ist
- Konsistente Software über alle Systeme hinweg
- Erkennung falscher Versionen und nicht genehmigter Kopien
- Reduktion der Virengefahr oder sonstiger unerlaubter Eingriffe
- Prozesskosten
- Stabilität der Hard- und Software
- Anzahl Viren im System
- Anzahl termingerechte, fehlerfrei Rollouts
- Anzahl gefundener Fehler während den Tests
- Lizenzrechtlich einwandfrei installierte Software
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