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Mittels Financial Management werden die Informationen zur wirtschaftlichen Steuerung, zur Finanzplanung und zur Kostenrechnung bereitgestellt.
Financial Management ist für die Identifizierung, Berechnung, Überwachung und Weiterverrechnung der Kosten für die dem Kunden zugesicherten IT Services verantwortlich. Durch die Schaffung eines Kostenbewusstseins kann Financial Management Einfluss auf das Verhalten der Benutzer und des Kunden nehmen.
Grundlage dafür ist die Ermittlung der tatsächlichen Kosten für die Bereitstellung der IT Services. Die Preispolitik für die Nutzung der Services durch die Anwender muss auf einer fairen und transparenten Basis erfolgen. Financial Management liefert dem IT Management auch die Basis für die Budget Planung.
Budgetierung (Budgetplanung)
- Erstellen von Kosten- und Leistungszielen
- Erstellen der Plankostenrechnung
- Erstellen von Investitions- und Finanzierungsplänen
Accounting (Soll/Ist-Rechnung)
- Ermitteln der tatsächlichen Kosten der angebotenen Dienstleistungen
- Ermitteln er Standart-Kostensätze
- Überwachen der Ausgaben Soll/Ist-Vergleich
- Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung
Charging (Kostenkalkulation; Leistungsverrechnung)
- Erstellen der Verrechnungsgrundlagen für jede Leistung
- Berechnen von transparenten und nachvollziehbaren Dienstleistungspreisen
- Beeinflussen des Kundenverhaltens durch die Preisgestaltung
- Weiterverrechnung der Kosten aufgrund der tatsächlich bezogenen Leistungen
- Erstellen der Rechnungen
- Kosten: Tatsächliche Kosten, zeitlich und sachlich abgegrenzt
- Aufwand: Buchhalterischer Aufwand, welcher noch stille Reserven beinhaltet
- Ertrag: Tatsächliche Einnahmen, zeitlich und sachlich abgegrenzt
- Erfolg: Buchhalterischer Erfolg, welcher noch nicht zeitlich und sachlich abgegrenzt wurde
- Kostenarten: Die Kostenartenrechnung beantwortet die Frage, welche Kosten während einer bestimmten Periode entstanden sind. Dabei werden alle Kosten nach Kostenarten (z.Bsp. Materialkosten, Personalkosten, Raumkosten, Hardware-Kosten; Software-Kosten) gesammelt und gegenüber dem Aufwand in der Finanzbuchhaltung abgegrenzt.
- Kostenstellen: Die Kostenstellenrechung gibt eine Antwort auf die Frage, an welcher Stelle der Unternehmung die Kosten entstanden sind. Deshlab werde Kostenstellen gebildet, d.h. die Unternehmung wird in Teilbereiche gegliedert, welche ine einheitliche und kalkulierbare Leistung erbringen. In der Kostenstellenrechnung werden die Gemeinkosten grundsätzlich nach dem Verursachungsprinzip auf diese Kostgenstellen zhugerechnet.
- Kostenträger: In der Kostenträgerrechnung werden die Einzelkosten und Gemeinkosten einer bestimmten Zeit-Periode auf die einzelnen Kostenträger vedrrechnet. Kostenträger sind Kalkulationsobjekte wie IT Services, welche im Service Katalog aufegührt sind.
- Einzelkosten: Einzelkosten oder direkte Kosten können direkt dem einzelnen Service (Kostenträger) zugerechnet werden. Es besteht somit eine kausale Beziehung zwischen der Entstehung eines IT Services und der Nutzung der Dienstleistung, die direkt gemessen werden kann.
- Gemeinkosten: Gemeinkosten oder indirekte Kosten können dagegen dem einzelnen Service nicht direkt zugerechnet werden, weil sie gemeinsam für mehrere Leistungen anfallen oder die weil die Einzelverrechnung zu umständlich und kostspielig ist (z.Bsp Warungskosten von zentralen Server-Anlagen).
- Fixe Kosten: Fixe Kosten sind dadurch gekennzeichnet, dass sie auf Beschäftigungs- und Nutzungsschwankungen während einer bestimmten Zeitdauer nicht reagieren. Sie fallen unabhängig vom Beschäftigungsgrad and und sind deshalb konstant (z.Bsp. Versicherungsgebühren).
- Variable Kosten: Variable Kosten lassen sich dadurch charakterisieren, dass sie unmittelbar auf Änderungen des Beschäftigungs- und Nutzungsgrades reagieren (z.Bsp. Verbrauchsmaterial, Durckerpatronen)
- Sprungfixe Kosten: Sprungfixe Kosten sind nür für bestimmte Nutzungsintervalle fix und steigen treppenförmig an (z.Bsp. Beschaffung einer neuen Server-Anlage, da die Kapazität der alten Anlage nicht mehr ausreicht).
- Kalkulation: Bei der Kalkulation geht es darum, die Kosten einzelner IT Services zu ermitteln. Dadurch können die Kosten zur Kontrolle des Unternehmungsverhaltens ermittelt werden. Zudem dient die Kalkulation der Preisstellung.
- Break Even: Bei der gewinnbringenden Preisbestimmung verursacht die Unternehmung ein Gewinnziel anzugeben, von dem der Preis abgeleitet werden kann. Vorraussetzung für dieses Verfahren ist, dass die Unternehmung neben dem angestrebten Gewinn den Verlauf der Gesamtkostenkurve kennt und über genügend IT Servicekapazität verfügt, um das Bedürfnis (Capacity Management; Demand Management) zu befriedigen. Die Gewinnschwellen- oder Break-Even-Analyse hilft die Zusammenhänge zwischen den genannten Grösen aufzuzeigen. Der Break-Even-Point zeichnet den Schnittpunkt der Kosten- und Ertrags-Kurve.
Die Kostenermittlung hilft
- der Förderung des wirtschaftlichen Handelns der IT-Abteilungen
- der Unterstützung der IT-Investitionsstrategie
- Änderungsmassnahmen kostenmässig zu beurteilen
- Grundlagen für die Planung und Budgetierung zu liefern
- wirtschaftliche Entscheidungen über jede Dienstleistung zu treffen
- Leistungsziele zu setzen und die Kosten gegenüber dem Budget zu überwachen
- Investitionen für neue oder bessere Dienstleistungen zu rechtfertigen
- Aufwendungen für technische Infrastruktur-Erneuerungen zu begründen
- der Priorisierung der Ressourceneinsätze
Die Leistungsverrechnung hilft
- der Überprüfung der Dienstleistungen und Investitionspläne
- der Re-Finanzierung der entstandenen IT-Kosten
- der Beeinflussung des Kundenverhalten und damit der gesamtheitlichen Kostensenkung
- Budget-Einhaltung
- Kostendeckungsgrad
- Liquidität
- Prozess Kosten
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